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Insights10 Min.10. November 2025

Podcast-Wachstum in der Schweiz 2025

Podcast-Wachstum in der Schweiz 2025

Die Podcast-Landschaft in der Schweiz erlebt einen beispiellosen Boom. Was vor wenigen Jahren noch ein Nischenmedium war, hat sich zu einem der dynamischsten Medienkanäle in der DACH-Region entwickelt. In diesem Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf die aktuellen Trends, Zahlen und Entwicklungen, die den Schweizer Podcast-Markt 2025 prägen.

Die Schweiz hört zu: 2 Millionen regelmässige Hörer

Die Schweiz zählt mittlerweile über 2 Millionen regelmässige Podcast-Hörer – Menschen, die mindestens einmal pro Woche einen Podcast hören. Das entspricht einem Wachstum von 25% gegenüber dem Vorjahr und zeigt, dass das Medium längst im Mainstream angekommen ist.

Besonders bemerkenswert: Die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen macht mit 45% den grössten Anteil der Hörerschaft aus. Doch auch die über 45-Jährigen entdecken Podcasts zunehmend für sich – hier liegt das Wachstum sogar bei 35% im Jahresvergleich. Für Hosts bedeutet das: Die Zielgruppe wird breiter und diverser.

Die durchschnittliche Hördauer pro Woche liegt bei 4,5 Stunden. Die beliebtesten Zeiten zum Podcast-Hören sind der Arbeitsweg (38%), Sport und Haushalt (27%) und die Mittagspause (18%).

Sprachlandschaft: Deutsch dominiert, aber Mehrsprachigkeit wächst

Etwa 70% der in der Schweiz produzierten Podcasts sind deutschsprachig, was die Dominanz der Deutschschweiz im Medienmarkt widerspiegelt. Französischsprachige Podcasts machen rund 20% aus, wobei gerade in der Romandie ein starkes Wachstum zu verzeichnen ist. Italienischsprachige Podcasts sind mit etwa 5% vertreten, der Rest entfällt auf englischsprachige Produktionen.

Ein interessanter Trend: Immer mehr Podcasts erscheinen zweisprachig oder bieten einzelne Episoden in verschiedenen Sprachen an. Das spiegelt die mehrsprachige Realität der Schweiz wider und eröffnet Machern neue Zielgruppen. Einige der erfolgreichsten Schweizer Podcasts setzen bewusst auf Code-Switching zwischen Hochdeutsch und Schweizerdeutsch – ein Alleinstellungsmerkmal, das besonders gut bei jüngeren Hörern ankommt.

Business-Podcasts im Aufwind: Der Content-Marketing-Kanal der Stunde

Die Kategorie Business & Karriere verzeichnet mit 40% das stärkste Wachstum unter allen Podcast-Kategorien. Immer mehr Schweizer Unternehmen erkennen Podcasts als strategischen Marketing-Kanal. KMU nutzen Podcasts für Thought Leadership, Employer Branding und Kundengewinnung.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein Podcast schafft Vertrauen durch Persönlichkeit und Expertise, erreicht eine hochqualitative Zielgruppe und hat eine aussergewöhnlich hohe Engagement-Rate. Während ein Social-Media-Post im Durchschnitt 3 Sekunden Aufmerksamkeit bekommt, hören Podcast-Hörer im Schnitt 78% einer Episode zu Ende.

Schweizer Unternehmen wie Swisscom, Migros und zahlreiche KMU haben eigene Podcasts gestartet. Der Trend zeigt: Wer 2026 im Content-Marketing relevant sein will, kommt an Podcasts nicht vorbei.

Monetarisierung: Neue Wege für Schweizer Hosts

Dank Plattformen wie Co-Host.ch und wachsendem Advertiser-Interesse wird es für Schweizer Hosts deutlich einfacher, ihre Shows zu monetarisieren. Die wichtigsten Einnahmequellen sind aktuell: - Sponsoring und Werbung (45% der monetarisierten Podcasts) - Premium-Inhalte und Mitgliedschaften (25%) - Live-Events und Workshops (15%) - Beratung und Coaching basierend auf Podcast-Reichweite (15%)

Die durchschnittlichen CPM-Raten (Kosten pro 1000 Hörer) liegen in der Schweiz bei CHF 25–40 für einen 30-Sekunden-Spot – deutlich über dem internationalen Durchschnitt, was die kaufkräftige Schweizer Zielgruppe widerspiegelt. Für Hosts mit einer engagierten Nischen-Community können die Raten sogar noch höher liegen.

Das Interview-Format bleibt König

Das Interview-Format bleibt das beliebteste Podcast-Format in der DACH-Region. 65% aller neuen Shows setzen auf Gäste und Gespräche – und das aus gutem Grund: Interview-Podcasts sind leichter zu produzieren (der Gast bringt die Hälfte des Inhalts mit), bieten natürliche Abwechslung und profitieren vom Netzwerk des Gastes.

Plattformen wie Co-Host.ch spielen hier eine Schlüsselrolle, indem sie den Matching-Prozess zwischen Hosts und Gästen professionalisieren. Statt mühsam über Social Media nach Gästen zu suchen, können Hosts gezielt nach Experten filtern, deren Profil und Verfügbarkeit einsehen und direkt Kontakt aufnehmen.

Ein weiterer Trend: Cross-Interviews, bei denen sich zwei Hosts gegenseitig interviewen und die Episoden in beiden Shows veröffentlichen. Das ist eine der effektivsten Wachstumsstrategien – beide Shows profitieren von der Reichweite des anderen.

Technologie-Trends: KI verändert die Produktion

Künstliche Intelligenz verändert die Podcast-Produktion grundlegend. Tools für automatische Transkription, Shownotes-Generierung und sogar Audio-Optimierung machen den Produktionsprozess schneller und günstiger. Schweizer Hosts nutzen zunehmend KI-Tools für die Post-Production, was die Einstiegshürde für neue Creators weiter senkt.

Gleichzeitig wird die Audioqualität immer wichtiger. Hörer sind professionelle Produktionen gewöhnt und erwarten einen entsprechenden Standard. Die gute Nachricht: Dank moderner Technik ist Profi-Sound auch mit begrenztem Budget erreichbar.

Ausblick 2026: Wohin geht die Reise?

Wir erwarten, dass der Schweizer Podcast-Markt 2026 weiter um 20–30% wachsen wird. Die Professionalisierung der Szene schreitet voran, und die Grenzen zwischen Podcast, Video und Social Media verschwimmen zunehmend. Video-Podcasts auf YouTube und Shorts/Reels als Promotion-Tool werden zum neuen Standard.

Für Hosts und Interview-Gäste bedeutet das: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um einzusteigen. Der Markt wächst, die Zielgruppen sind engagiert, und die Infrastruktur – von Plattformen wie Co-Host.ch bis hin zu Hosting-Anbietern – wird immer besser.

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